Glossar
Was können Notstrom, Ersatzstrom und Inselbetrieb?
← Alle BegriffeInselbetrieb und Nachladen
Das Haus läuft bei Stromausfall als eigene kleine Insel, getrennt vom Netz. Kann die Solaranlage dabei nachladen, hält die Versorgung über mehrere Tage.
Genauer
Normale Wechselrichter schalten bei Stromausfall ab, weil sie ein Netz zum Mitlaufen brauchen. Im Inselbetrieb baut der Hybridwechselrichter selbst ein Netz auf. Ob die Module dann weiter Strom liefern und den Speicher laden, hängt vom System ab.
Worauf achten
Im Datenblatt oder beim Installateur fragen: „Lädt die Solaranlage im Ersatzstrombetrieb nach?“
Passt dazu
Netzunabhängiger Modus und Umschaltzeit
Ob der Wechselrichter bei Stromausfall ein eigenes kleines Netz für den Notstromanschluss aufbaut, und wie schnell er umschaltet.
Genauer
Bei einer Umschaltzeit unter 20 ms [S1 (öffnet in neuem Fenster), S2 (öffnet in neuem Fenster)] merken die meisten Geräte nichts; Computer und Router laufen weiter. Versorgt werden nur die Geräte am Notstrom-/Backup-Anschluss, nicht automatisch das ganze Haus – das hängt von der Verkabelung ab.
App
„Netzunabhängiger Modus“, „Umschaltzeit von ‚Am Netz‘ auf ‚Netzunabhängig‘ (ms)“, „Gesamtleistung am Notstromanschluss (W)“, „Backup-Anschluss Phase A/B/C“.
Passt dazu
Quellen
Notstrom und Ersatzstrom
Notstrom heißt meist: eine einzelne Steckdose oder ein Anschluss am Wechselrichter, an den du bei Stromausfall Geräte anschließt. Ersatzstrom heißt: Das ganze Haus oder ein Teil davon wird automatisch weiter versorgt.
Genauer
Für Ersatzstrom trennt eine Umschalteinrichtung im Zählerschrank das Haus vom Netz, dann versorgt der Speicher die normalen Steckdosen. Das muss ein Fachbetrieb einbauen. Hersteller verwenden die Wörter nicht einheitlich; „Backup“ kann beides heißen.
Datenblatt
„Notstrom“, „Ersatzstrom“, „Backup“, „Emergency power“, „Full Backup“; dazu die Höchstleistung in W oder VA.
Worauf achten
Die Höchstleistung begrenzt, was gleichzeitig laufen kann. Dreiphasige Geräte wie Herd oder Wärmepumpe brauchen einen dreiphasigen Backup.
Passt dazu
Notstromsteckdose ohne Speicher
Manche Wechselrichter haben eine Steckdose, die bei Stromausfall auch ohne Batterie Strom liefert – aber nur, solange die Sonne scheint.
Genauer
Ein Hersteller nennt dafür bis zu 3 kW „solange die Sonne scheint“ [S16 (öffnet in neuem Fenster)]. Zieht eine Wolke durch, sinkt die Leistung, und Geräte können ausgehen. Für Kühlschrank oder Handy-Laden am Tag reicht das oft, für die Nacht nicht.
Datenblatt
Herstellernamen sind z. B. „PV Point“; sonst „Notstromsteckdose“, „Emergency outlet“.
Passt dazu
Notstrom und Ersatzstrom, Powerstation-Rechner, Notstrom-Check.
Quellen
Schwarzstart
Die Fähigkeit, eine Notstromversorgung ohne Netz neu zu starten, z. B. wenn der Speicher in der Nacht leer gelaufen ist.
Genauer
Viele Wechselrichter brauchen zum Anlaufen ein Netz. Ein schwarzstartfähiges System kann ohne Netz wieder hochfahren: Am nächsten Morgen liefern die Module Strom, und der leere Speicher lädt wieder [S17 (öffnet in neuem Fenster)].
Worauf achten
Für lange Stromausfälle ist das wichtiger als ein besonders großer Speicher. Steht nichts dazu im Datenblatt, beim Hersteller nachfragen.