Glossar

Was steht im Datenblatt des Speichers?

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AC- und DC-gekoppelt

Wie der Speicher mit der Solaranlage verbunden ist: über die Wechselstromseite (AC) oder die Gleichstromseite (DC).

Genauer

AC-gekoppelt: Solar-Wechselrichter und Batterie-Wechselrichter sind getrennte Geräte, der Speicher hängt am Hausnetz. DC-gekoppelt: Ein Hybridwechselrichter verbindet Module und Batterie auf der Gleichstromseite [S5 (öffnet in neuem Fenster), S. 10, 17]. AC-Kopplung eignet sich zum Nachrüsten an einer bestehenden Anlage; DC-Kopplung spart einen Umwandlungsschritt beim Laden aus Solarstrom.

Worauf achten

Beim Nachrüsten prüfen, ob der vorhandene Wechselrichter einen Speicher unterstützt.

Passt dazu

Hybridwechselrichter.

Quellen

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Bereitschaftsverbrauch (Standby)

Strom, den der Speicher selbst braucht, auch wenn er gerade nichts tut.

Genauer

Im Winter steht ein Speicher oft tagelang leer und verbraucht trotzdem Strom. Die HTW Berlin hat bei entladenem Speicher zwischen 4 und 64 W gemessen; die Batteriesteuerung (BMS) kann bis zu 37 W zusätzlich brauchen [S5 (öffnet in neuem Fenster), S. 26–27]. 30 W rund um die Uhr sind rund 260 kWh im Jahr.

Datenblatt

Selten angegeben; „Standby-Verbrauch“, „Eigenverbrauch“, „Self-consumption“.

Worauf achten

Die Stromspeicher-Inspektion der HTW listet Messwerte einzelner Geräte. Unser Solaranlage-Rechner rechnet mit 30 W.

Passt dazu

Wirkungsgrad des Speichers.

Quellen

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C-Rate und Lade-/Entladeleistung

Wie schnell ein Speicher im Verhältnis zu seiner Größe laden oder entladen kann.

Genauer

1 C heißt: in einer Stunde voll oder leer. Rechnung: Leistung (kW) geteilt durch nutzbare Kapazität (kWh). Beispiel 1: 5,76 kW bei 9,6 kWh ergibt 0,6 C [S7 (öffnet in neuem Fenster)]. Beispiel 2: 25 A bei 409,6 V sind rund 10,2 kW bei 10,24 kWh, also rund 1 C [S6 (öffnet in neuem Fenster)].

Datenblatt

„Max. Lade-/Entladestrom“, „Max. output current“, „Nennleistung DC“, manchmal „Spitzenstrom“ für wenige Sekunden (Beispiel 50 A für 3 s [S6 (öffnet in neuem Fenster)]).

Worauf achten

Die kleinere Grenze von Batterie und Wechselrichter gilt. Für Notstrom zählt die Leistung oft mehr als die Kapazität.

Passt dazu

Lade- und Entladeleistung, Notstrom-Check.

Quellen

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Entladetiefe (DoD)

Wie viel Prozent der Kapazität entladen werden dürfen.

Genauer

DoD heißt „Depth of Discharge“. 100 % DoD bezieht sich meist auf die nutzbare Kapazität – die Reserve ist dann schon herausgerechnet. Ein Datenblatt nennt etwa „max. 100 % DOD (einstellbar)“ [S7 (öffnet in neuem Fenster)].

Worauf achten

DoD und Mindest-SOC hängen zusammen: Ein Mindest-SOC von 10 % entspricht 90 % DoD.

Passt dazu

Nutzbare Kapazität, Min. SOC.

Quellen

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LFP (Lithium-Eisenphosphat)

Eine Zellchemie für Lithium-Batterien, die in Heimspeichern verbreitet ist.

Genauer

Die Abkürzung steht für LiFePO4. Beide Beispiel-Datenblätter nennen diese Zellchemie [S6 (öffnet in neuem Fenster), S7 (öffnet in neuem Fenster)]. Andere Lithium-Chemien, z. B. NMC (Nickel-Mangan-Kobalt), stecken eher in Elektroautos und manchen älteren Speichern.

Datenblatt

„Zelltyp“, „Cell technology“, „LiFePO4“, „LFP“.

Worauf achten

Die Zellchemie allein sagt wenig über die Qualität; Garantie, Wirkungsgrad und Bereitschaftsverbrauch sind aussagekräftiger.

Passt dazu

Zyklen, Powerstation-Rechner.

Quellen

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Maximaler Lade- und Entladestrom/-leistung

Wie schnell der Speicher höchstens geladen oder entladen werden darf.

Genauer

Die Grenze setzen Wechselrichter und Batteriesteuerung (BMS) gemeinsam; die kleinere gilt. Zeigt die App beim Ladestrom 0 A, ist der Speicher meist einfach voll.

Datenblatt/App

„Maximaler Lade-/Entladestrom“, „Max. Ladestrom (BMS) (A)“, „Max. Lade-/Entladeleistung (kW)“. Beispiel: 30 A / 30 A, 10.600 W [S1 (öffnet in neuem Fenster)].

Quellen

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Nennkapazität und nutzbare Kapazität

Die Nennkapazität ist alles, was in den Zellen steckt. Die nutzbare Kapazität ist, was du davon wirklich entnehmen kannst.

Genauer

Hersteller halten Reserven gegen Tiefentladung und Alterung zurück, deshalb ist die nutzbare Kapazität kleiner [S5 (öffnet in neuem Fenster), S. 15]. Für Vergleiche und Rechnungen zählt nur die nutzbare Kapazität.

Datenblatt

„Nutzbare Kapazität“, „Usable energy“, „Nennkapazität“, „Nominal capacity“. Beispiele: 10,24 kWh nutzbar [S6 (öffnet in neuem Fenster)]; 9,6 kWh nutzbar [S7 (öffnet in neuem Fenster)].

Worauf achten

Steht nur „Kapazität“ ohne Zusatz, beim Händler nachfragen, welche gemeint ist. Ein Mindest-SOC in der App senkt die im Alltag nutzbare Menge zusätzlich.

Passt dazu

Min. SOC, Solaranlage-Rechner (rechnet mit nutzbarer Kapazität), Notstrom-Check.

Quellen

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SOC und SOH

SOC ist der Ladestand in Prozent. SOH ist der Gesundheitszustand der Batterie im Vergleich zum Neuzustand.

Genauer

Ein SOH von 92 % heißt: Die Batterie kann noch etwa 92 % ihrer ursprünglichen Energie speichern. Der Wert sinkt mit Alter und Zyklen langsam.

App

„Batteriekapazität (SOC) (%)“, „Batterie-SOH (%)“, „State of Charge“, „State of Health“.

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Wirkungsgrad des Speichers (Round-Trip)

Wie viel von der eingespeicherten Energie beim Entladen wieder herauskommt.

Genauer

Beim Laden und Entladen gehen ein paar Prozent als Wärme verloren. Ein Batteriedatenblatt nennt etwa „≥ 96 %“ Round-Trip für die Batterie allein [S6 (öffnet in neuem Fenster)]. Die HTW Berlin hat bei Heimspeichern mittlere Batteriewirkungsgrade zwischen 87,9 und 97,1 % gemessen [S5 (öffnet in neuem Fenster), S. 17]. Für das ganze System kommen die Verluste des Wechselrichters dazu.

Datenblatt

„Round-trip efficiency“, „Batteriewirkungsgrad“, „Systemwirkungsgrad“.

Worauf achten

Prüfen, ob der Wert nur die Batterie oder das System mit Wechselrichter meint.

Passt dazu

Bereitschaftsverbrauch, Solaranlage-Rechner.

Quellen

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Zyklen und Zyklenfestigkeit

Ein Vollzyklus ist einmal komplett laden und entladen. Die Zyklenfestigkeit sagt, wie viele davon ein Speicher bis zu einem bestimmten Kapazitätsverlust schafft.

Genauer

Zwei halbe Entladungen zählen zusammen als ein Vollzyklus. Mit den Zyklen sinkt der SOH langsam.

Datenblatt

„Zyklen“, „Cycle life“, oft auch im Garantieschreiben statt im Datenblatt. Beide Beispiel-Datenblätter nennen 10 Jahre Garantie, mit Bedingungen aus dem Garantieschreiben [S6 (öffnet in neuem Fenster), S7 (öffnet in neuem Fenster)].

Worauf achten

Zyklenangaben verschiedener Hersteller sind nur vergleichbar, wenn Entladetiefe, Temperatur und Rest-Kapazität (z. B. 70 % oder 80 %) gleich angegeben sind. Im Garantieschreiben nachsehen, ob zusätzlich eine Energiemenge begrenzt ist.

Passt dazu

SOC und SOH.

Quellen

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